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Heiter, weil wolkig: Wie funktioniert smartes Telefonieren in der Cloud?

Aktuelle Lösungen rund um Cloud Telefonie, PBX Telefonanlagen und arbeiten mit Collaboration Anwendungen.

Was leisten DECT-Telefone?

Die schnurlose DECT-Telefonie bietet Bewegungsfreiheit am Arbeitsplatz und hat sich in vielen Unternehmen etabliert. Doch was gibt es beim Betrieb von DECT-Telefonen zu beachten und wie kommt diese praktische Technologie mit VoIP-Telefonanlagen zurecht?

Wie ist eine DECT-Telefonanlage aufgebaut?

Was ist DECT?

DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und bezeichnet einen Standard für schnurloses Telefonieren, der bereits in den 90er Jahren entwickelt wurde. Die Schnurlostelefone, auch Mobilteile genannt, sind heute in Unternehmen und in Privathaushalten weit verbreitet. DECT-Telefone erlauben mehr Bewegungsfreiheit während der Gespräche, denn sie stehen kontinuierlich mobil zur Verfügung. Es gibt Geräte für die verschiedensten Ansprüche. Die meisten eignen sich für den normalen Büroalltag, aber es gibt auch robuste Telefone, die in Werkstätten zum Einsatz kommen oder chemisch beständige Mobilteile für medizinische Einrichtungen. Natürlich bieten auch DECT-Telefone die üblichen praktischen Features wie Anrufbeantworter, Telefonbuch, Kalender, Konferenzschaltung, etc.

Aufbau eines DECT-Systems

Die Basisstation dient als Ladestation, sowie als Anschluss für die Telefonanlage und beinhaltet meist einen Anrufbeantworter sowie weitere Funktionen. Alternativ dazu gibt es Sets aus mehreren Mobilteilen und dazugehörigen Ladeschalen, die sich eine Basisstation teilen. Diese ist dann innerhalb des Unternehmens so platziert, dass sie einen möglichst großen Raum abdeckt. Verlässt ein DECT-Telefon den Funkbereich einer Basisstation, bricht die Verbindung ab. In einem solchen Fall lässt sich der Funkbereich mit einem DECT-Repeater erweitern. Besonders große Unternehmen verfügen über ein ganzes Netz durchdacht platzierter Multi-Cell Basisstationen. In diesem Fall kann sich ein Mitarbeiter durch das gesamte Unternehmen bewegen und dabei telefonieren, denn die Funkverbindung wandert mit dem Endgerät von einer Basisstation zur nächsten. Dieses Prinzip wird als Handover bezeichnet. Neue IP-fähige Basisstationen ermöglichen auch die Integration der DECT-Telefone in die VoIP-Telefonie. Dabei ist es unerheblich, ob die Telefonanlage in der Cloud liegt, aus Hardware oder Software besteht.

Was sind die Vor- und Nachteile von DECT-Telefonen?

Planung

Der größte Vorteil von DECT-Telefonen ist die erwähnte Mobilität. Sie macht Mitarbeiter unabhängig von ihrem Arbeitsplatz. Hochwertige DECT-Telefone verfügen über Reichweiten von etwa 300 Metern im Freien aber nur zirka 50 Metern innerhalb von Gebäuden. Diese schwankende, von verschiedenen Faktoren abhängige Reichweite zeigt, dass es sinnvoll ist, bei der Planung einer DECT-Telefonanlage auf Experten zurückzugreifen, die die individuellen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen. Denn Architektur und Baumaterialien haben starken Einfluss auf die Signalstärke. Erst eine sorgfältige Planung gewährleistet die einwandfreie Funkabdeckung auf dem gesamten Unternehmensgelände. Diese Punkte sollten bei der Planung beachtet werden:

  • Gesprächsaufkommen insgesamt
  • Funkbereiche der einzelnen Basisstationen
  • vorhandene Netzwerkanschlüsse für IP-Telefonie
  • Bereiche mit hohem Gesprächsaufkommen
  • Baumaterialien

Akkulaufzeit und Kompatibilität

Schnurloses Telefonieren bedeutet natürlich auch, dass die DECT-Telefone über Akkus verfügen. Die Durchschnittswerte für Gesprächszeit (ca. 10 Stunden) und Stand-by-Betrieb (100 bis 300 Stunden) schwanken je nach Hersteller und Modell. Die Basisstationen unterscheiden sich in der Maximalzahl der möglichen Endgeräte und der gleichzeitig möglichen Gespräche. Da Basisstationen und Endgeräte den Standard GAP (Generic Access Profile) unterstützen, müssen Sie sich nicht auf einen Hersteller festlegen, sondern können verschiedene Anbieter und Produkte mischen. Allerdings regelt dieser Standard nur die Telefonie. Herstellerspezifische Komfortfunktionen blieben mit GAP außen vor. Der neue Standard CAT-iq 2 schafft nun allerdings Abhilfe (s. unten).

Glasklare Sprachqualität

Ältere DECT-Telefonanlagen mit GAP verfügen über eine Audioqualität, wie man sie von herkömmlichen Anlagen kennt. Seit dem Standard CAT-iq (Cordless Advanced Technology – internet and quality) ist auch eine glasklare Sprachqualität (HD-Voice) via VoIP möglich, sofern DECT-Telefon und Basisstation diesen Standard unterstützen. Er sorgt für eine breitbandige Sprachübertragung von Frequenzen bis zu 7000 Hertz. Voraussetzung für HD-Voice ist, dass auch das Telefon des Gesprächspartners HD-Voice unterstützt. Die tatsächliche Sprachqualität ist natürlich immer noch von den verwendeten Mikrofonen und Lautsprechern des DECT-Telefons abhängig. CAT-iq ermöglicht ebenfalls das Zusammenspiel von Mobilteilen und Basisstationen verschiedener Hersteller.

Einfache Bedienbarkeit

Mit CAT-iq 2 bieten kompatible DECT-Telefone endlich auch eine komfortable Kontaktverwaltung, sofern auch der angeschlossene Router den Standard unterstützt und gleichzeitig als Basisstation fungiert. Dann ist es möglich, die Kontakte eines Online-Adressbuches (z. B. von Google, Telekom) zu importieren und zu synchronisieren. Für die IT-Abteilung entscheidend: Die meisten IP-DECT-Telefone lassen sich einfach über eine Bedienoberfläche vom Browser aus konfigurieren. Dabei greift ein IT-Mitarbeiter über IP von einem Rechner aus auf die Basisstation zu. Diese beinhaltet Informationen wie den Standort und die IP-Adresse der VoIP-Telefonanlage. Die einzelnen Nebenstellen und Durchwahlbereiche für die Mobilteile werden in der VoiP-Telefonanlage selbst definiert.

Fazit

Die Mobilität der DECT-Telefone bietet viele Vorteile. Mitarbeiter sind unabhängig vom Arbeitsplatz und können im Unternehmen flexibel agieren. Neue IP-DECT-Telefone bringen diese Technologie sicher in die Zukunft. IP-fähige DECT-Basisstationen beherrschen sowohl die Kommunikation über Funk mit den Mobilteilen als auch über VoIP mit einer IP-Telefonanlage. Dank des Standards CAT-iq 2 sind HD-Voice, herstellerübergreifende Kompatibilität und einfache Bedienbarkeit selbstverständlich. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, auf DECT-Telefonie umzusteigen, setzen Sie gleich auf IP-fähige Modelle. Berücksichtigen Sie bei der Planung Akkulaufzeiten, Reichweiten und Kompatibilität der verschiedenen Geräte. Spezialisten unterstützen Sie dabei und sorgen für eine optimale Funkabdeckung in Ihrem Unternehmen.